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Überlaufinkontinenz

Verlieren Sie regelmäßig kleine Mengen Urin oder haben Sie z.B. auf der Toilette das Gefühl, dass die Blase nie komplett geleert wird? Dann könnten Sie möglicherweise an einer sogenannten Überlauf-Inkontinenz leiden. Die Überlaufinkontinenz ist zwar die häufigste Inkontinenzform bei Männern, kommt aber durchaus auch bei Frauen vor. Die Überlaufinkontinenz äußert sich dabei durch tröpfelnden Urinabgang bei gefüllter Blase. Die Blase läuft "sozusagen über."

Die Ursachen sind oft lang anhaltende Abflussbehinderungen bei Harnröhrenengstellen. Hier muß meist durch eine Operation für den freien Abfluss des Harns gesorgt werden. Eine Überlaufinkontinenz, die durch den Verlust der Blasenkontraktionsfähigkeit entsteht, (z.B. bei länger währender „Überdehnung“ der Blase), wird medikamentös behandelt. Um den Restharn zu entfernen, kann es dann nötig sein, dass der Betroffene sich solange selbst katheterisiert, bis die normale Kontraktionsfähigkeit der Blase wieder hergestellt ist.

Grund: Die häufigste Ursache ist eine Harnröhrenverengung hervorgerufen, durch Verletzung, Tumore oder angeborene Fehlbildungen. Dadurch kann es zu Restharngefühl mit ständigem Harndrang, einer Überdehnung der Blasenmuskulatur, dem Verlust der Kontraktionsfähigkeit, einem ständigen Tröpfeln aus der Harnröhre bzw. Blase oder einem Rückstau des Urins bis zu den Nieren kommen.

Behandlung: Die Überlaufinkontinenz macht eine vorübergehende Ableitung des Urins über einen dünnen Katheter notwendig. Dieser Katheter kann über die Harnröhre oder die Bauchdecke den Urin ableiten. Harnsteine, Harnröhrenverengungen, Tumore und angeborene Fehlbildungen müssen operativ behoben werden.